Gasaustritt im Stadtgebiet

  • Einsatzdatum:
  • 27.07.2018
  • Einsatzort:
  • Gadebusch / Marktplatz
  • Einsatzart:
  • Technische Hilfeleistung - Gasaustritt
  • Weitere Einheiten:
  • FFw Lützow, FFw Dassow, FFw Selmsdorf, FFw Wittenburg, THW OV Gadebusch, Wassergefahrengruppe Gadebusch, Polizei, Energieversorger, Amtswehrführung, Fachberater Katschutz, Presse

Einsatzbericht

Bei einer Havarie auf einer Baustelle im Gebiet der Altstadt wurde auf Grund von Tiefbauarbeiten eine Gasleitung beschädigt. Bei unserem Eintreffen wurden wir durch Mitarbeiter des Energieversorgers Gas in die Lage eingewiesen. Nach Abschluss der ersten Lageerkundung entschied sich die Einsatzleitung für die Sperrung und Räumung des Marktplatzes in einem Umkreis von 200m. Desweiteren wurde durch die Besatzung des LF 20 KATS eine dreifache Löschbereitschaft hergestellt um auf etwaige Brandausbrüche sofort reagieren zu können. Die Besatzung des TLF 16/25 begann unverzüglich mit den ersten Messungen im Bereich der Einsatzstelle. Da diese Werte weit über den normalen Werten lagen, entschied sich der Einsatzleiter den Sperrkreis zu vergrößern. Zeitgleich wurde eine mobile Einsatzleitung eingerichtet um sämtliche ein und ausgehenden Informationen zu steuern und zu dokumentieren. Im weiteren Verlauf wurden weitere Spezialkräfte aus Dassow und Selmsdorf  mit dem ABC Erkunder zur Einsatzstelle geordert um die Messungen auf das gesamte Altstadtgebiet auszuweiten. Ebenfalls wurde die FFw Lützow alarmiert um Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu stellen. Im Verlauf des Einsatzes wurden wir informiert das auch im Bereich des Markant Parkplatzes Gasgeruch wahrgenommen wurde, das austretende Gas hatte sich also über die Kanalisation weiter ausgebreitet. Die Einsatzleitung entschied sich nun das gesamte Altstadtgebiet bis hin zur Jarmstorfer Kreuzung, einschließlich der Einkaufsmärkte Markant, Aldi etc. zu evakuieren. Weitere Kräfte wurden nun alarmiert, der THW OV Gadebusch sowie die Wassergefahrengruppe des DRK wurden beauftragt einen Sammel bzw. Betreuungsplatz an der Eisdiele Café Eiszeit einzurichten und die evakuierten Bürger zu betreuen. In Zwischenzeit war ein Fachberater des Katastrophenschutzes eingetroffen, dieser stand uns als Bindeglied zum Landkreis zur Verfügung. Die FFw Wittenburg, die ein spezielles Gerät zum be- und entlüften besitzt, wurde an die Einsatzstelle alarmiert um das in die Kanalisation eingedrungene Gas auszuleiten. Im gesamten Ablauf es Einsatzes wurden immer wieder Kontrollmessungen durchgeführt und diese dokumentiert, um somit einen genauen Überblick über die Ausbreitung des Gases zu erhalten. Während all dieser Vorgänge war die Firma Hanse Gas dabei das Gasleck schnellstmöglich abzudichten was sich als äußerst schwierig darstellte, da nicht auszuschließen war das auch weitere Schächte beschädigt wurden. Nach ca. 3 Stunden bekamen wir die Meldung das die zerstörte Leitung wieder in Stand gesetzt war und wir mit der Rückführung der Bürger in ihre Wohnungen beginnen konnten. Jeder Bürger wurde durch einen Trupp der Feuerwehr in seine Wohnung geführt und diese Freigemessen, auch sämtliche Geschäfte wurden Freigemessen um wirklich sicher zu stellen das keine Gefahr mehr für die Bürger besteht.

An dieser Stelle geht ein großer Dank an alle Einsatzkräfte der Feuerwehr, des THW, des DRK, der Polizei, des Katastrophenschutzes und die Firmen Hanse Gas und Zweckverband Radegast für die reibungslose und tolle Zusammenarbeit. Und ein ganz spezieller Dank geht an das Café Eiszeit welches für alle Einsatzkräfte nach dem Einsatz noch ein Eis spendierte.

 

 

 

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