Strohmietenbrand

  • Einsatzdatum:
  • 22.06.2014
  • Einsatzort:
  • Gadebusch / Wakenstädter Weg
  • Einsatzart:
  • Großbrand
  • Weitere Einheiten:
  • FFw Roggendorf, FFw Dragun, Bürgermeister Stadt Gadebusch, Amtswehrführer Gadebusch, Polizei, Kriminaldauerdienst

Einsatzbericht

Zu einem erneuten Strohballenbrand wurden wir in dieser Sonntagnacht zur gleichen Stelle alarmiert, wie bereits drei Tage zuvor. Brannten am 19.06.2014 fast zur gleichen Uhrzeit „nur“ 40 Strohballen, brannte in dieser Nacht eine Strohmiete mit ca. 170 Strohballen. Beim ersten Einsatz an diesem Ort gelang es uns glücklicherweise mit viel Arbeit und großen Aufwand die Miete zu halten, so brannte sie heute leider bei unserem Eintreffen fast in voller Ausdehnung. Trotz der Ankunft des ersten Fahrzeuges drei Minuten nach Alarmierung am Einsatzort und einem anschließenden massiven Löschangriff von vier Seiten aus, dem Aufbau von zwei B-Leitungen und der Nachalarmierung der FFw Roggendorf, war die Strohmiete nicht mehr zu retten. Uns blieb dann nur noch die traurige Aufgabe, den großen brennenden Strohhaufen auseinander zu fahren und anschließend abzulöschen. Hierzu wurde ein Radlader der Stadt Gadebusch und des Besitzers der Strohballen zur Hilfe genommen.

Aufgrund der Windverhältnisse und der vor Ort angetroffenen Begebenheiten, drang starker Rauch in die Stadt von Gadebusch ein. Um die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt vor den Rauchschwaden zu schützen, wurde über Lautsprecheransagen durch die Polizei und durch Rundfunkmeldungen sowie Warnungen über soziale Netzwerke, die Bewohner gewarnt und gleichzeitig gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ebenfalls gab es eine Warnung für den fließenden Verkehr, da der Qualm zu Sichtbehinderungen der Umgehungsstraße (B104) von Gadebusch führte.

Nach weiteren Stunden der harten Arbeit und der hinzu Alarmierung der FFw Dragun, gelang es uns den Rauch einzudämmen und die restlich bestehenden Glutnester zu löschen. Im Anschluss daran wurde der gesamte übergebliebene Haufen nochmals gründlich gewässert.

Um sicher zu gehen, dass sich wirklich keine weiteren Glutnester mehr gebildet haben, wurde eine Brandwache durch die Feuerwehr Gadebusch gestellt.

Bei diesem Einsatz waren insgesamt 53 Feuerwehrkräfte, davon 33 aus Gadebusch, im Einsatz.

Für die Verpflegung bei diesem schwierigen und langwierigen Einsatz sorgte die Feuerwehr Gadebusch selbst. Am sehr frühen Morgen gab es ein typisches Feuerwehrfrühstück (Bockwurst mit Brötchen und heißem Kaffee). Für eine Stärkung zwischendurch kümmerte sich eine weitere Kameradin der Gadebuscher Wehr, die mit geschmierten Brötchen zur Einsatzstelle anrückte. Mittags wurden die Einsatzkräfte dann mit Pizza versorgt.

Gegen 15:40 Uhr, mehr als 14 Stunden nach Alarmierung, war der Einsatz dann für die Gadebuscher Feuerwehr beendet. Die Kameradinnen und Kameraden aus Roggendorf und Dragun konnten zwischenzeitlich aus dem Einsatz herausgelöst werden.

Nach ca. einer weiteren Stunde Reinigung und Aufrüstung der Fahrzeuge, konnte der Leitstelle dann wieder die volle Einsatzbereitschaft gemeldet werden.

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